Im berüchtigten Silicon Valley leben kluge Menschen wahnwitzige Träume. Vom ersten Transistor bis zur digitalen Gesellschaft: Weltverändernde Erfindungen machen Silicon Valley zu dem Innovationsmotor überhaupt. Doch auch Misserfolge und Pleiten gehören zum bedeutendsten Startup-Ökosystem. Wie Ciaran O’Leary von Earlybird Venture Capital feststellt, „haben fast 90 Prozent der Startups keinen Erfolg. Das ist absolut normal, weltweit.“ (Quelle: Huffington Post)

Doch was heißt das für Innovationen außerhalb der Startup-Szene? Unternehmen, die Innovationen hervorbringen wollen, müssen entsprechenden Raum für innovationsbringende Prozesse erlauben. Klassische Projektarbeit passt nicht zu den Bedürfnissen von Innovationen. Neues zu kreieren, auszuprobieren, anzupassen und wieder neu zu hinterfragen erfordert Mut, Zeit und einen gewissen kreativen Freiraum. Oft lässt der Durchbruch mehrere Jahre auf sich warten, entweder weil das Produkt noch nicht marktreif ist oder der Markt noch nicht reif für das Produkt.

Faktoren für erfolgreiche Innovationen

Auch der Umgang mit Misserfolgen gehört zur Innovationskraft dazu. Scheitern zu ertragen und Erkenntnisse für weitere Innovationsrunden mitzunehmen, das macht ein innovationsstarkes Unternehmen aus. „Wir brauchen mehr Startup-Charakter“, sagte einmal der Topmanager eines großen Energieversorgers zu mir. Und er hat Recht: Etablierte Unternehmen können viel von unkonventionellen Garagenfirmen lernen. Sechs Erfolgsfaktoren möchte ich Ihnen vorstellen:

  1. Gemeinsame Erwartungen finden: Machen Sie deutlich, was Sie von Ihrem Innovationsteam erwarten, aber setzen Sie flexible Meilensteine für den Erfolg. So erreichen Sie ein gesundes Maß aus Erfolgsdruck und Freiraum.
  2. Querdenken fördern: Kreativität lässt sich nicht verordnen, aber fördern. Erlauben Sie Diskussionen über unkonventionelle Ideen. Ermutigen Sie dazu, auch einmal neue Wege zu gehen. Denn Schema F führt selten zu Innovationen.
  3. Trends bewerten lernen: Welche Entwicklungen einmal relevant sein werden, ist nicht immer klar erkennbar. Wagen Sie den Blick in die Zukunft und beobachten Sie Märkte und Produkte genau, um Szenarien immer wieder neu zu bewerten.
  4. Auf das Kerngeschäft fokussieren: Unternehmen sind keine Inkubatoren, die alle möglichen Innovationen fördern möchten. Unternehmen brauchen Innovationen, die das eigene Kerngeschäft stärken. Eine klare Verankerung in der Unternehmensstrategie und ein zielorientierter Visionär im Team helfen, den Kurs zu halten.
  5. Draußen nach Impulsen suchen: Teams sind erfolgreicher, je mehr Austausch zwischen unterschiedlichen Erfahrungen, Arbeitsfeldern und Arbeitsweisen stattfindet. Scheuen Sie daher nicht, Teamstrukturen auch durch Kooperationen mit anderen Abteilungen oder externen Partnern aufzubrechen.
  6. Miteinander reden: Einer der entscheidendsten Erfolgsfaktoren ist Kommunikation. Nur wer miteinander spricht, findet neue Einsichten und findet Verbindungen, die individuelles Wissen wie Puzzleteile zu etwas Größerem zusammensetzen. Bieten Sie dafür nicht nur formelle Gelegenheiten wie Telefonkonferenzen oder Meetings, sondern auch informelle wie gemeinsame Mittagessen oder Tischkicker-Runden.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Gibt es weitere Faktoren, die in Ihrem Unternehmen Innovation ermöglichten?


 

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