Die Lebensmittelbranche hat neue Aufgaben. Ihre Kunden werden anspruchsvoller bezüglich Qualität, Produktion und Verarbeitung ihrer Nahrungsmittel. Ökologisch, nachhaltig, fair und zunehmend auch auf den persönlichen Bedarf abgestimmt sollen sie sein.Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung: 2050 müssen über 9,5 Milliarden Menschen auf der Welt ernährt werden.Individualisierung auf der einen, Produktionssteigerung auf der anderen Seite: Beide Herausforderungen sind durch Digitalisierung und Technologie lösbar.

Internet of Food: Daten und vernetzte Prozesse rund um Lebensmittel
Auf dem Feld haben neue Technologien längst Einzug gehalten. Smart Farming verspricht: Die datengestützte und automatisierte Zukunft des Landbaus bringt hohe Erträge, gute Qualität, eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Produktion.

In der Weiterverarbeitung der Lebensmittel erhöhen datengestützte Systeme Transparenz und Effizienz: Jeder Bestandteil eines Produkts wird rückverfolgbar. Engpässe in der Produktion wird es so kaum noch geben. Theoretisch kann der Hersteller dem Kunden genau sagen, wo welcher Inhaltsstoff wann verarbeitet wurde. Eine Investition in das Vertrauen der Kunden, die immer mehr über ihre Lebensmittel wissen möchten.

Vertrauen ist auch ein Thema für den Online-Handel mit Lebensmitteln. Noch wird nur ein Bruchteil der Lebensmittel online eingekauft. Doch der Markt wächst. Amazon zeigt mit seinem Frischeangebot deutlich, dass der Online-Riese auch an den Online-Handel mit Lebensmittel glaubt. In vielen Regionen Deutschlands vertreiben Biobauern ihre Frischware örtlich begrenzt über Online-Shops. Für beide Anbieter ist die Logistik eines der größten Herausforderungen: Der Große setzt weiterhin auf Paketdienste, die Kleinen auf eigene Kleintransporter-Flotten. Zukünftig werden Alternativen zu sehen sein: Vor allem Drohnen und autonome Kleinstfahrzeuge beherrschen das Zukunftsbild.

Lokaler geht´s nicht: der heimische Gemüseanbau
Der Gegentrend: so wenig wie möglich Lebensmittel einkaufen. Die Produktion verlagert sich zurück in den heimischen Garten, den Balkon, die Nachbarschaftsparzelle oder das Wohnzimmer. Auch 3D-Drucker könnten die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und erwerben, verändern.

Der Umgang mit Essen, das neue Bewusstsein für die eigene Ernährung – das ist auch bei der Metro Group Thema. Metro-Filialen experimentieren bereits mit Vertical Farming und digitalen Such-Assistenten.

Dieser Beitrag wurde inspiriert durch unsere Reise mit futurest auf die South by Southwest 2016. Erfahren Sie mehr über die Trends der Digitalbranche!