„Marketing heißt, die Welt aus der Sicht des Kunden zu sehen.“ Klingt einleuchtend – doch diese Worte des Management-Trainers Peter Drucker bekommen in Zeiten des Digital Marketing eine neue Dimension. Database Marketing, Eye-Tracking oder die Analyse von Kundendaten in sozialen Netzwerken: Der Einsatz digitaler Technologien ermöglicht einen viel tieferen Einblick in das Kundenverhalten als es im klassischen Offline-Marketing je denkbar gewesen wäre. Digital Marketing macht eine individuelle und persönliche Ansprache des Kunden möglich. Hier kommen E-Mail, mobile Marketing und Formen des viralen Marketings zum Einsatz.

Ein weiterer Faktor im Digital Marketing: Kunden können frei und öffentlichkeitswirksam mit und über Marken kommunizieren. Eine Information und Einordnung durch die klassischen Medien entfällt – Suchmaschinen übernehmen die Position des Mittelsmanns. Bewertungen, Empfehlungen, Meinungen aus der ganzen Welt sind nur einen Klick entfernt. Mit ihrer Meinung werden Kunden zum zentralen Einflussfaktor.

Kundennutzen im Zentrum des unternehmerischen Handelns

Im Zentrum jeder digitalen Unternehmensstrategie sollte somit, neben den Dimensionen Marke und Produkt, die Beziehung zum Kunden und der Kundenutzen stehen. Sie umfasst alle relevanten Bereiche, in denen die jeweilige Zielgruppe interagiert und zielt stets darauf ab, eigene Informationen optimal zu platzieren, Suchmaschinen-Rankings zu verbessern und wiederum die Daten zu analysieren, die Google und Co. zur Verfügung stellen, um die eigenen Marketing-Leistungen zu optimieren.

Unternehmen wie Amazon oder Netflix sind wahre Meister auf dem Gebiet des Digital Marketing: Sie bieten kundenindividuelle Angebote auf Basis von Echtzeit-Verhaltensdaten. Hier kommen selbstoptimierende Algorithmen zum Einsatz, die sich am Verhalten des Kunden orientieren und somit Kundenempfehlungen geben können. Daten und Kundenwissen werden somit zum Asset und der Kunde zunehmend Partner in den Bereichen Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung. Mit dieser Sichtweise auf die eigene Zielgruppe entsteht langfristig eine enge Kundenbindung an das Unternehmen: Kunden werden zu Markenbotschaftern und „Fans“.

Keine anonyme Beziehung, sondern personalisierte Dienstleistungen

Erfolgreiches Digital Marketing erfordert neben einer umfassenden Strategie eine klare Positionierung des Themas auf höchster Managementebene und ein projektorientiertes Arbeiten in flexiblen, abteilungsübergreifenden Teams. Abteilungssilos brechen auf und dank des Einsatzes von Social Software sind Mitarbeiter, Partner und Kunden stärker vernetzt – Workflow und Kommunikation werden vereinfacht.

Mit einer zunehmenden Vernetzung von Mitarbeitern und Kunden ist eine Schärfung der Markenidentität auch im eigenen Haus unerlässlich. Jeder Mitarbeiter des Unternehmens muss wissen, wofür die eigene Marke steht. In kleineren bis mittelständischen Unternehmen bieten sich Brand-Guidelines, Imagevideos und Schulungen an. In großen Konzernen reicht das oft nicht mehr aus – die Installation eines internen Brand Competence Centers schafft hier Abhilfe.

Unternehmen, die nicht vor den Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung und den damit verbundenen notwendigen Veränderungen zurückschrecken, arbeiten an ihrer Digital und Social Fitness und sichern so ihre Zukunftsfähigkeit. Mehr zum Thema Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen als entscheidende Determinante des Markenwerts finden Sie in unserem Blog sowie im Leitfaden zur ordnungsgemäßen Markenbewertung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU), der unter anderem in Zusammenarbeit mit Kreutz & Partner entstand.


Erfahren Sie mehr über das Leistungsportfolio der Kreutz & Partner Beratungsmanufaktur:

Mehr über Digitale Transformation

Mehr zu Marketing- und Vertriebsstrategie