Energieversorger und Stadtwerke stecken mitten drin in der Energiewende, arbeiten an neuen Netzen für die Versorgung durch Erneuerbare Energien, stellen sich politischen Regulierungen und neuen Marktanforderungen. Und doch verstehen sie ein wichtiges Element dieser Wende noch nicht: ihre Kunden.

Die spielen längst nicht mehr nach den Regeln des alten Systems, in der die Gestaltungsmacht beim Versorger liegt und der Kunde ein gesichtsloser Abnehmer war. Der Kunde gestaltet heute selbst, eigenbestimmt und nutzengetrieben.

Warum tun Kunden das? Und wieso können sie das eigentlich?

Sicher ist, dass keine Kaufentscheidung motivlos passiert. Nur sind die Motive nicht immer sofort ersichtlich. Da mischen sich der Wunsch, Geld zu sparen oder einer sozialen Gruppe zuzugehören, mit dem Streben nach einem nachhaltigen Lebensstil oder größtmöglicher Unabhängigkeit. Vielleicht wollten das Kunden schon immer. Doch heute können sie diese Wünsche auch umsetzen. Ausschlaggebend für diese neue Gestaltungsmacht sind Entwicklungen, deren Konsequenzen die Energiebranche noch immer nicht so richtig wahrhaben will: jene der Digitalisierung, Vernetzung und neuer Technologien.

Diese Entwicklungen stehen auch dem Kunden zur Verfügung: vom Solarpanel auf dem eigenen Dach über die Kleinstspeicheranlage im eigenen Keller bis zum ortsunabhängigen Energiemanagement mittels App und sich selbst regulierenden, vernetzten Anlagen, Geräten und Maschinen. Heute ist theoretisch jeder in der Lage, Energie selbst herzustellen, zu nutzen, zu vermarkten oder zu verschenken. Das ist der disruptive Charakter der digitalen Transformation. Der Kunde nimmt die neuen Möglichkeiten konsequent wahr, und er verändert sein Handeln. Beim Shoppen, Reisen, Konsumieren zeigt er zahlreiche neue, digitale Gewohnheiten. Das macht vor der Energiewelt nicht Halt.

Steckdosen im intimsten Winkel, aber keinen Fuß auf dem Dach

Cover Positionspapier: Neue Gestaltungsmacht: Kunden in der Energiewirtschaft

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So sind bis heute mehr als 39 Gigawatt Photovoltaikleistung in Deutschland installiert. 2014 lagen 75 Prozent der verbauten Anlagen im Kleinanlagensegment. Nur einen sehr geringen Teil davon haben Energieversorger auf die Dächer der Kunden gebracht. Zynisch gesprochen könnte man sagen, dass Energieversorger zwar seit Jahrzehnten Strom bis in die intimsten Winkel einer Wohnung liefern – auf das Dach oder in den Keller gehen sie hingegen nicht. Gerade das ist aber die Voraussetzung für eine Energiewende mit dem Kunden.

Warum tun sich Stadtwerke & Co. so schwer? Fehlen ihnen Erfahrung, Methoden, Mut?

Wir glauben: Sie stellen noch immer nicht die richtigen Fragen. Es reicht nicht zu fragen, was sich durch die Digitalisierung verändert, sondern warum es sich verändert. Die Antworten darauf liegen beim Kunden, seinen sozialen, normativen und individuellen Motiven.

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