Effizient arbeiten bedeutet, kostenbewusst zu arbeiten. Denn wer möglichst viel aus den investierten Ressourcen zieht, erhöht seinen Gewinn. Doch wer denkt da jetzt an Energie? Klar, Energie ist seit jeher ein Kostenfaktor für jedes Unternehmen. Gerade für das produzierende Gewerbe sind die Energiekosten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Doch um energieeffizient arbeiten zu können, muss zunächst investiert werden. Und dann sind da ja noch die zahlreichen neuen Gesetze und Verordnungen, die eingehalten werden müssen.

Natürlich stellt die Energiewende Unternehmen vor Herausforderungen. Aber sie bietet auch ganz neue Chancen. So gibt es meistens kaum noch konventionelle Optimierungspotentiale bei Strukturen und Prozessen in Unternehmen. Aber Energiebeschaffung, Energieerzeugung und Energienutzung bieten noch deutliche Potenziale zur Effizienzsteigerung. Ein paar Beispiele:

  • Bis zu 30 Prozent Strom lassen sich sparen, wenn eine Klimaanlage bedarfsgerecht eingestellt ist
  • Bis zu 40 Prozent Energiekosten können Unternehmen sparen, wenn sie auf die richtige Technik bei elektrischen Antrieben setzen
  • Bis zu 60 Prozent Stromeinsparungen können Unternehmen bei der Innenbeleuchtung von Industrie- und Bürogebäuden sparen

Bei solchen Einsparungen amortisieren sich viele Investitionen bereits nach ein bis zwei Jahren. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die greifen nicht erst bei großen Sanierungsprojekten. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren von einer bis zu 80-prozentigen Kostenabdeckung für Fachberatungen.

Geld sparen ist das eine, der Imagegewinn das andere

Energieeffizienz spart also Geld. Doch das ist längst nicht alles. Noch immer verkennen Unternehmen, welche Außenwirkung ein Image als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen haben kann. Wer den ökologischen Fußabdruck seines Produkts lückenlos abbilden kann, ist in der Verbraucherwahrnehmung und als Zulieferer für nachhaltig wirtschaftende B2B-Partner klar im Vorteil.

Und wie gelingt die lückenlose Abbildung des Energieverbrauchs? Zentrales Element ist die Messtechnik. Sie macht Energieflüsse transparent, liefert im Idealfall kontinuierlich zuverlässige und verwertbare Daten. Die Voraussetzung dafür, um nutzbringende Informationen zu erhalten. Alles Big Data? Ja, auch die Zukunft der Energieeffizienz ist ohne die intelligente Vernetzung von Maschinen und Geräten kaum denkbar.

Große Einsparungspotenziale durch energetische Maßnahmen: ein Beispiel

Welche Einsparmöglichkeiten es in der Praxis gibt, zeigt das Beispiel von OPS-Ingersoll. Das Unternehmen ist auf Werkzeug- und Formenbau spezialisiert. Rainer Jung, geschäftsführender Gesellschafter des Mittelständlers aus Burbach im Siegerland, engagierte für die Energieberatung die Experten der Smarte Energie GmbH.

Sein Ziel war es, das Einsparungspotenzial konkret beziffern zu können. Den Beratern und ihm sei schnell klar gewesen, „dass die Bereiche Heizung, Klimatisierung, Druckluft und Beleuchtung die Themen bei uns sind, die unmittelbar Potenzial für Einsparungen versprachen“. Die Berater machten sich an eine genaue Analyse des Ist-Zustands und hielten Möglichkeiten der Optimierung und Einsparung in einer ausführlichen Studie fest.

72 Prozent Kosten bei Beleuchtung eingespart, Wettbewerbsposition gestärkt

Die Ergebnisse? Ein Stufenplan für unterschiedliche energetische Maßnahmen. OPS-Ingersoll reduziert durch die Sanierung der Heizungsanlage, den Einsatz von Wärmerückgewinnung und eines Blockheizkraftwerks den jährlichen Verbrauch um über 40 Prozent. Bei der Beleuchtung sparen Jung und sein Unternehmen künftig sogar 72 Prozent der Kosten – selbstverständlich bei gleichbleibender Beleuchtungsstärke.

Rainer Jung ist neben diesem Einsparspotenzial aber noch ein ganz anderer Aspekt sehr wichtig: „Wir haben zusammen mit unseren Beratern und unserem Architekten festgestellt, dass wir durch energetische Sanierungsmaßnahmen gleichbleibende klimatische Bedingungen in der Fertigung erzielen können.“ Dadurch kann OPS-Ingersoll die Produktivität, Qualität und Präzision erheblich steigern und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern.

Jungs Fazit aus der Zusammenarbeit mit Smarte Energie fällt positiv aus: „Man braucht für alle Themen erfahrene Spezialisten, die auch im Unternehmen akzeptiert werden. Das ist eindeutig unsere Erfahrung. Nur so sind alle Rationalisierungschancen im Unternehmen zu realisieren.“


 

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