Nie zuvor kam es zu einer derart umfassenden Machtverschiebung innerhalb von Gesellschaft und Wirtschaft wie durch die aktuellen technologischen Entwicklungen. Nie hatte der Einzelne mehr Gestaltungsmacht. Wie nahezu jedes Unternehmen und jede Branche müssen auch Stadtwerke mit dieser veränderten Situation umgehen lernen. Dies gelingt nur, wenn sie sich konsequent mit allen Treibern der neuen Energiewelt auseinandersetzen – und dazu zählen ihre Kunden. Das Stadtwerk der Zukunft ist agil, innovativ und vor allem: dem Kunden zugewandt . Immer mehr Stadtwerke trauen sich in diesem Zusammenhang, neue Wege auszuprobieren und die neue Energiewelt aktiv mitzugestalten. Mit dem Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende ist der Startschuss für die zweite Phase der Energiewende gefallen. Stadtwerke haben ihn gehört und antworten mit unterschiedlichen, teilweise bemerkenswerten Ideen für die Umsetzung. Von den rund 800 kommunalen EVUs in Deutschland haben sich bereits seit Beginn der Marktliberalisierung zahlreiche Zusammenschlüsse gebildet.

Gut in der Pflicht, stark in der Kür?

In der Pflicht waren die Stadtwerke schon immer gut. Sich jetzt auf die Kür zu konzentrieren, würde neue Stärke zeigen. Zusammenschlüsse wie etwa Thüga, Trianel, SüdWestStrom, smartOPTIMO, fünfwerke oder 8KU beweisen auf ihre Art, dass Stadtwerke- Chefs und -Mitarbeiter die vier großen D‘s der Energiewirtschaft buchstabieren lernen:

  • Demokratisierung,
  • Dekarbonisierung,
  • Demografischer Wandel
  • Digitalisierung.

„Energieversorger können nicht länger lediglich für die Infrastruktur sorgen, sie müssen zu einem massenmarktfähigen Dienstleister werden“, fasst Dr. Michael Maxelon, bis Ende 2015 Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart GmbH, die Herausforderung für Stadtwerke zusammen. In Stuttgart nehmen die Stadtwerke bereits eine neue, gestaltende Rolle in der Umsetzung der Urbanen Energiewende ein. Stadt und Stadtwerke wollen in Stuttgart dabei den großen Vorteil der kommunalen Versorger nutzen: die technologische, soziale und vertriebliche Nähe zu ihren Kunden. Eine der entscheidenden Aufgaben ist es jetzt, dieses Kapital in neu zu formierende Wertschöpfungsnetzwerke zu investieren und wachsen zu lassen.

Die Dinge konsequent anders sehen

Das gelingt nicht ohne ein neues Kundenbild und neue, kundenzentrierte Geschäftsmodelle. Der Perspektivwechsel der Stadtwerke auf ihre Kunden muss dabei ernsthaft und konsequent sein, um sich zu lohnen. Stadtwerke müssen aufstehen, sich auf die andere Seite des Tisches und in die Position ihrer Kunden begeben.

»Das Ziel muss sein, zu verstehen, warum Kunden so handeln wie sie handeln.«

Erfahren Sie mehr, wieso das „Warum“ wichtiger als das „Was“ ist und es veränderter Strukturen und Prozesse in der Energiewirtschaft bedarf, um zukunftsfähig zu bleiben.  Den kompletten Artikel finden Sie im Online-Angebot von www.themen-magazin.de.