Ein Gespräch mit Dr. Diethard Sinram, Geschäftsführer der Starcke GmbH & Co. KG.

Starcke blickt auf 175 Jahre Firmengeschichte und eine wertvolle Tradition. Mit der Fertigung und dem Vertrieb von Schleifmitteln unterschiedlicher Form und Einsatzbereiche hat sich Starcke weltweit einen Namen gemacht. Das Unternehmen hat eine Wachstumsstory geschrieben, wie sie für den deutschen Mittelstand typisch ist: bodenständig, aber kontinuierlich in die Zukunft gerichtet. Doch die Zeiten haben sich geändert.

K&P: Herr Dr. Sinram, was hat Sie beschäftigt, als Sie 2011 über die Situation im Starcke Vertrieb nachdachten?

Sinram: Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit einer langen Historie, bin ich mir der Verantwortung gegenüber den Gesellschaftern und Mitarbeitern in besonderem Maße bewusst. Darum hat uns auch die Frage bewegt, wie wir auch zukünftig eine gestaltende Rolle im Markt für Schleifmittel einnehmen können. Denn: die Rahmenbedingungen haben sich schon stark verändert.

starcke_Baenderautomat_02

K&P: Inwiefern?

Sinram: Zunächst ist der Wettbewerbsdruck enorm gestiegen. Gerade durch Anbieter in Asien. Aber auch die Anforderungen der Kunden nehmen zu. In vielen Bereichen wird ein tiefes Prozess- und Anwendungs-Knowhow gefordert. Wir verzeichnen eine zunehmende Spezialisierung und eine Spreizung des Marktes: Commodityprodukte zu immer niedrigeren Preisen am einen Ende und Speziallösungen mit langfristig guten Deckungsbeiträgen am anderen Ende.

starcke_Meisterwarte

K&P: Welche Schlussfolgerungen zogen Sie vor diesem Hintergrund?

Sinram: Wir müssen uns selber hinterfragen: die Strukturen, Vorgehensweisen und Abläufe. Und wir müssen dies methodisch professionell durchführen. Darum haben wir uns entschieden, externe Unterstützung zu holen.

Lesen Sie im nächsten Beitrag, „Mit der Synergiematrix zukunftsfähige Strategien entwickeln“, wie die Starcke GmbH & Co. KG ihre Stärken und Schwächen erkennt und in eine erfolgreiche Strategie umsetzt.

Bilder: Starcke GmbH & Co KG